Fraktion besucht Agentur für Arbeit Hanau

Krise ist am Arbeitsmarkt noch nicht angekommen

Im Rahmen eines politischen Informationsgesprächs besuchte die Kreistagsfraktion der Grünen Main-Kinzig gemeinsam mit den beiden Mitgliedern des Kreisausschusses, Angelika Gunkel und Monika Kühn-Bousonville, die Agentur für Arbeit in Hanau. Im Gespräch mit der Leiterin Heike Hengster tauschten sich die Politiker:innen über aktuelle Herausforderungen und die geleistete Arbeit während der Corona-Pandemie aus.

„Die aktuelle Energiekrise ist auf dem Arbeitsmarkt noch nicht angekommen“, konnte Heike Hengster berichten. Zudem gab es von der Agentur für Arbeit weitere positive Zahlen zu vermelden. Während die Arbeitslosigkeit im September im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr gesunken ist, steigt die Anzahl der Beschäftigten im MKK immer weiter an. Im März 2022 gab es fast 142.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Main-Kinzig-Kreis. Ein großer Anteil entfällt auf Stellen im verarbeitenden Gewerbe: „Gerade im verarbeitenden Gewerbe hängen überdurchschnittlich viele Arbeitsplätze mittelbar oder unmittelbar vom Export ab. Ein durch Krisen geschwächter Export bedeutet daher auch ein besonderes Augenmerk auf mögliche Risiken für die hiesigen Betriebe zu haben. Sollte dies der Fall sein, steht den Betrieben aber unser Arbeitgeberservice mit kompetenter Beratung und Unterstützungsangeboten zur Seite“, so Hengster.

Während der Corona-Pandemie mussten vor allem im Bereich des Kurzarbeitergeldes einige Herausforderungen überwunden werden. So stiegen die bundesweiten Ausgaben im Bereich des Kurzarbeitergeldes von 157 Millionen im Jahr 2019 auf 61 Milliarden Euro im Jahr 2020: „Rund 11.500 Mitarbeiter:innen deutschlandweit waren mit diesem Bereich beschäftigt, zuzüglich Amtshilfe vom Bund sowie der Deutschen Post und der Deutschen Bahn.“

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion, Reiner Bousonville, zog ein positives Resümee aus dem Informationsgespräch mit der Agentur für Arbeit Hanau: „Die Herausforderungen werden durch Krieg und Flucht, durch die Energiekrise und durch den Fachkräftemangel nicht geringer werden.“ Bousonville bedankte sich deswegen für die Arbeit der Mitarbeiter:innen um Leiterin Heike Hengster: „Im Main-Kinzig-Kreis haben wir mit der Agentur für Arbeit, dem Kommunalen Center für Arbeit als kommunales Jobcenter und der Gesellschaft für Ausbildung, Qualifizierung und Arbeit als Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft ein sehr umfassendes lösungs- und menschenorientiertes Konzept. Hier wollen wir auch zukünftig die richtigen politischen Impulse geben, damit die Gesellschaften für sich allein aber auch durch eine bessere Vernetzung die richtigen Lösungen für die Menschen im Kreis anbieten“, so Bousonville abschließend.

 

Rückfragen an:

Jakob Mähler
Fraktionsgeschäftsführer
Bündnis 90 / Die Grünen Main-Kinzig

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