Wie stellt sich der Kreis bei erneuerbaren Energien auf?

Grüne Kreistagsfraktion richtet Anfrage an die Verwaltung / Schnelle Lösungen erwartet

„Die aktuelle geopolitische Diskussion zeigt, dass wir dringend einen Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien benötigen, um unabhängig von Ländern wie Russland zu werden und dem Klimawandel aktiv zu begegnen“, sagt Rainer Vogel, umweltpolitischer Sprecher der Grünen Kreistagsfraktion Main-Kinzig.

„Hierzu müssen wir aber erst den Status Quo klären, wie sich der Main-Kinzig-Kreis im Bereich der erneuerbaren Energien aufstellt.“ Aus diesem Grund habe die Kreistagsfraktion eine ausführliche Anfrage an die Verwaltung gestellt, um den aktuellen Sachstand bei den erneuerbaren Energien zu klären.

Dazu gehöre auch die seit über zwei Jahrzehnten fällige Co2-Bilanz: „Mittlerweile liegen die Ergebnisse der vorläufigen Erhebung vor“, so Vogel. „Wir möchten jetzt erfahren, wie die Co2-Bilanz des Kreises ausfällt und haben damit einen ersten Gradmesser über die Klimabilanz des Kreises, die bis jetzt gefehlt hat.“

Gleichzeitig gilt es herauszufinden, wie viele fossile Brennstoffe von Seiten des Kreises durch den Betrieb der Kreisverwaltung noch verbraucht werden und wie hoch der Anteil von Gas, Öl und Kohle am Gesamtverbrauch ist. „Die hauptamtlichen Dezernenten betonen, sich für den Klimaschutz im Kreis stark zu machen. Hierzu gehört auch, den Energie-Mix, besonders in dieser angespannten Situation im Zuge des Ukraine-Krieges, kurz bis mittelfristig auf erneuerbare Energien umzustellen. Wir möchten deswegen erfahren, wie viel Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammt und wie viel davon durch angebrachte Photovoltaikanlagen erzeugt werden“, so Vogel.

Die aktuellen Diskussionen rund um die Windkraft, beispielsweise in Freigericht oder Bad Soden-Salmünster, zeige, dass besonders der Koalitionspartner der SPD auf Kreisebene, die CDU, sich auf lokaler Ebene entschieden gegen die Windkraft stellt: „Die Große Koalition im Kreis gilt nicht als Umsetzungsstark oder schnell handelnd, besonders wenn sich hier so unterschiedliche Meinungen zwischen Kreis- und kommunaler Ebene der Koalitionspartner ergeben, die die handlungsfähig der Kreisregierung weiter einschränken.“

Die Kreistagsfraktion möchte deswegen erfahren, „wie viele Windkraft- und Photovoltaikprojekte in den vergangenen fünf Jahren in unserem Landkreis umgesetzt wurden“, so Vogel. Denn: „Diese Umsetzung hängt vor allem am politischen Willen der hauptamtlichen Dezernenten von SPD und CDU.“

Der Kreis ist an Windkraftanlagen, wie beispielsweise in Wächtersbach, über die Kreiswerke Main-Kinzig und die Naturenergie Main-Kinzig beteiligt: „Ziel davon muss es sein, den Verbrauch der fossilen Brennstoffe zu substituieren. Wie viel Prozent der fossilen Brennstoffe in den vergangenen fünf Jahren wirklich eingespart werden konnten durch die Windkraftanlagen, an denen der Kreis beteiligt ist, das möchten wir von der Verwaltung erfahren.“

Bis 2030 möchte die Große Koalition die Wärme zudem Co2-Neutral erzeugen: „Wir möchten deswegen erfahren, wie der konkrete Sanierungsstand der kreiseigenen Liegenschaften ist und welcher Zeitplan vorgesehen ist, bis wann die Gebäude energetisch saniert sind.“ Auch ob der Zeitplan noch umsetzbar ist, ist Teil der Anfrage der Grünen Kreistagsfraktion: „Wenn nicht, erwarten wir von Verwaltung und Großer Koalition eine schnelle Lösung des Problems. Die Antworten der Anfrage werden ein detailliertes Bild über den Willen von Verwaltung und Großer Koalition geben, sich der Herausforderung der Umstellung auf erneuerbare Energien zu stellen und sich Zukunftsthemen aktiv anzunehmen“, so Vogel abschließend.

 


Rückfragen an:

Jakob Mähler
Fraktionsgeschäftsführer
Bündnis 90 / Die Grünen Main-Kinzig

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