Versorgung wird eine große Herausforderung

14. März 2022

Grüne Kreistagsfraktion ruft zum Weltwassertag zum schonenden Umgang mit der Ressource auf

 

„Die Versorgung der Städte und Gemeinden mit Trinkwasser wird in den kommenden Jahren eine große Herausforderung“, sagt Reiner Bousonville, Vorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion und Mitglied des Wasserverbandes Kinzig. Zum „Weltwassertag“ am 22. März warnt Bousonville vor den Auswirkungen des Klimawandels und ruft zum Wassersparen auf.

 

„Der Klimawandel sorgt für immer längere Dürreperioden in den Sommermonaten“, erklärt der Fraktionsvorsitzende. Vor allem die fehlenden Winterniederschläge lassen die Grundwasserspiegel stetig sinken. Zunehmender Fläschenverbrauch und Versiegelung reduzieren stetig die Versickerungsmöglichkeiten für Niederschläge. Auch die Belastungen durch Nährstoffeinträge, vor allem aus der konventionellen Landwirtschaft, lassen immer wieder Förderbrunnen aufgrund der hohen Nitratgehalte ausfallen.

„Aus diesem Grund gibt es seit 1992 den Weltwassertag der Vereinten Nationen, der ‚Wasser als die essenziellste Ressource allen Lebens‘ mehr Bedeutung schenken und auf die Wichtigkeit aufmerksamen machen soll.“ Im Jahr 2022 findet der Tag unter dem Motto „Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz“ statt.

 

„Jüngstes Beispiel sind die erhöhten Fördermengen aus den Brachttaler Brunnen, die für die Stadt Frankfurt vorgesehen sind.“ Denn rund 78 Prozent des entnommenen Wassers im Rahmen der Zuständigkeit des Wasserverbandes Kinzig fließen nach Frankfurt: „Hier muss auch die Stadt Frankfurt nach Möglichkeiten suchen, ihren Wasserverbrauch zu reduzieren und alternative Trinkwassergewinnungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Uferfiltrat zu ermöglichen “, so Bousonville. Die Einwände der Gemeinde Brachttal nimmt der Fraktionsvorsitzende ernst, verweist hier aber gleichzeitig auf die Stellungnahme des Wasserverbandes Kinzig, dass die Entnahme des Grundwassers an die tatsächliche, lokale Verfügbarkeit angepasst wird.

 

Eine erhöhte Wasserentnahme sei aber nicht die allgemeingültige Lösung: „Vielmehr müssen neue Konzepte her. Beispielsweise ein Bonussystem für Wassersparmaßnahmen durch die Wasserversorger. Gleichzeitig werden neue Ideen benötigt, wie die Aufbereitung von Oberflächenwasser des Kinzigstausees bei Ahl.“ 2025 solle hier das neue Werk zur Trinkwassergewinnung in Betrieb gehen.

 

„Auch in diesem Jahr werden wir uns wahrscheinlich wieder auf einen trockenen Sommer einstellen müssen“, betont Bousonville: „Deswegen ist es wichtig, mehr Augenmerk auf den eigenen Wasserverbrauch zu legen und dort Wasser zu sparen, wo es möglich ist.“ Den eigenen Pool in mitten einer Dürreperiode zu befüllen, sei nicht der richtige Weg: „Der Grundwasserspiegel nimmt immer weiter ab. In den vergangenen Sommern mussten beispielsweise schon Reservebrunnen aktiviert werden, um den Wasserbedarf zu decken.“ Bousonville ruft deswegen dazu auf, nicht nur am Weltwassertag auf dieses Problem aufmerksam zu machen: „Die Situation wird sich in den kommenden Jahren immer weiter verschärfen. Deswegen müssen wir alle unseren Beitrag zum Wassersparen leisten“, so der Fraktionsvorsitzende abschließend.

 

 

 

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